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eMobilität: Kein Anschluss

Das ändert sich jetzt: Ende März 2020 hat die Bundesregierung ein neues Gesetz beschlossen, demnach der Wohnungseigentümer den Einbau einer entsprechenden Ladevorrichtung in der Tiefgarage oder an einem Parkplatz auf dem Gelände der Wohnanlage verlangen kann. Die anderen Miteigentümer können anschließend nur noch über die Ausführung der Baumaßnahme bestimmen. Ein einfacher Mehrheitsbeschluss soll für Letzteres ausreichen. Die Kosten für den Einbau und die Wartung der Ladestation trägt der jeweilige Antragsteller. 

Die Anpassung des Miet- und Wohnungseigentumsrechts macht es künftig auch Mietern von Eigentumswohnungen leichter, den Einbau von Ladesäulen durchzusetzen. Die Kosten dafür müssen sie allerdings selbst tragen. Die Neuregelungen soll bis Ende 2020 in Kraft treten.

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PVA

PVA: Kosten

Auch hier bin ich heute schlauer als zum Zeitpunkt des Kaufs. Weder Angebot noch Rechnung geben wirklich die Verteilung der Kosten wieder. Nicht falsch verstehen: ich habe das so bestellt, und bin alles in allem okay damit, aber das kann man auch transparenter machen.

Was sind in etwa die Kostenbestandteile:

  • In 2020 soll man eine PVA für ca. 1.100 € pro KWp hinbekommen. Wenn man also an die „berühmten“ 9,9 KWp geht, bekommt man das also für 10.000€. Bei mir waren das eher 11.500€:
    • Inklusive Lohn. Meine Installation mit 30 Modulen auf einem Ost-/Westdach mit recht aufwändiger Verteilung kamen 8 Manntage zusammen. Dann noch 5 Manntage des Elektrikers. Unterstellt man mal 400€ pro Manntag, ergibt das 5.200€
    • Die Panels machten ca. 3.300€ aus
    • Hardware: Wechselrichter, Smartmeter, Überspannschutz ca. 2.000€
    • Unterkonstruktion, Kabel, Zubehör schätze ich mal auf 1.000€
  • Für eine Powerwall zahlt Ihr ca. 8.000€
  • und der „Verkäufer“ will ja auch noch was verdienen, und hatte Aufwände für Planung und hoffentlich Überwachung

Alles in allem kostete bei uns 1 KWp rund 1.400€ netto, ohne die Batterie, oder 2.200€ mit der Tesla Powerwall.

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PVA

PVA: Panels

Ich habe mir Panels empfehlen lassen, und bin zwar einigermaßen zufrieden, hätte aber heute anders entschieden.

Hier zum Beispiel hätte man sich vorher informieren können.

Mein Luxor Panel von 2020 liefert 330W, inzwischen gibt es aber auch bis zu 500W. Je mehr Leistung, desto weniger Panels, und desto weniger Lohnkosten für die Montage.

Nach diversen Quellen wie zB hier laufen alle PVA-Anlagen, d.h. selbst nach Ablauf der Garantien zwischen 15 und 25 Jahre wird weiter Strom erzeugt.

Mein Installateur hat auf einer Dachseite die Panels zu nahe am Dachende installiert – jetzt rauscht bei stärkerem Regen das Wasser über die Dachrinne; bei mir nicht schlimm, da ich einen Anbau mit Flachdach darunter habe, kann aber ansonsten nerven!

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PVA

PVA: Was noch echt nerven kann…

  • Falls Euch der Netzanbieter nervt, kann er Euch zu einem neuen, teuren Schaltkasten zwingen. Hat meiner nicht.
  • Ihr bekommt neue Zähler, klar, die sowohl Entnahme als auch Einspeisung messen, und Ihr tragt die Kosten für die Dinger. Habe aber noch keine Rechnung erhalten.
    • Noch ärgerlicher, da die jetzigen 2-Kreiszähler in wenigen Jahren weggeworfen werden, da die Lobbyisten in Berlin ganze Arbeit leisten, und Ihr dürft nochmals blechen. Irgendwann haben wir dann alle smarte Stromzähler, und nach meinem Wissen zu 100% zu Lasten des Bürgers. Zähler sollte man herstellen…
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PVA

PVA: Mieterstrom, EEG-Mieterstromzulage und EEG-Umlage

Falls Ihr den PVA-Strom an andere weitergebt, also typischerweise Mieter, bekommt Ihr eine (marginal) höhere Vergütung, seid aber auch EEG-Umlagenpflichtig. Da m.E. der Mieterstromvertrag im Sinne des § 42a Abs. 4 S. 1 EnWG ein Bürokratiemonster ist, und meine Ehefrau ein netter Mieter ist…, verzichte ich darauf, und berechne pauschal den gelieferten oder bezogenen Mieterstrom zu 90% des (örtlichen) Grundversorgungstarifs.

Belieferung Dritter gemäß § 60 EEG 2017. Hier gibt es mehr Informationen.

Da das Thema Mieterstrom im Sinne des EnWG superaufwändige Lieferverträge verlangt, schreckt das fast alle Vermieter ab. Schaut Euch das Thema sehr genau an, bevor ihr eine PVA auf einem Miethaus errichtet. Man muss auch erwähnen, dass die Schwächen bekannt sind und der Gesetzgeber immer wieder nachbessert – also dranbleiben.

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PVA

PVA: Messkonzept des örtlichen Netzanbieters

War mir zu Beginn völlig unbekannt, nervte aber später, da mein Installateur das falsche Messkonzept 3 anmeldete. Erfreulicherweise ist mein Netzanbieter sehr sehr nett, und hat selbst eine Korrektur vorgeschlagen.

Am korrekten Messkonzept hängt u.a. die Notwendigkeit eines Zwischenzählers ( siehe Mieterstrom ) und „Anmeldung“ zur EEG-Umlage.

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PVA

PVA: 70% Kappung

… interessiert mich nicht. Da meine PVA auf einem Ost-/Westdach installiert ist, erreicht die PVA nie die 7 KW.

Offiziell wird das so ähnlich heissen: Dauerhafte Begrenzung der Einspeiseleistung auf 70% der installierten Leistung (Modulleistung).

Falls Ihr also ein Süddach habt, dann müsst Ihr das bei der Planung beachten, und kommt eventuell um die Errichtung eines Speichers nicht herum.

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eMobile PVA

Autos laden, Verbraucher starten wenn Überschuss vorliegt

Wie ich schon sagte, liefert meine neue PVA zum Beispiel im Sommer ab spätestens 12:00 mehr Strom, als wir verbrauchen. Vor 12:00 hat die Sonne meine Powerwall mit einer Kapazität von 13.5 KW voll geladen. Da ich Schwabe und geizig bin, will ich nun nicht zu knapp 10 CENT meinen Strom ins Netz verkaufen, sondern mit dem Überschuss meine Autos laden ( und Wäsche waschen.. ).

Wichtig:

  • Ihr bekommt immer weniger Strom vergütet, aktuell schon unter 10 EUROCENT
  • zahlt aber für den Bezug wie jeder andere mind. 24 EUROCENT

daher werdet Ihr alles verhindern wollen um unnötigen Strom zu beziehen.

Und jetzt wird es schwierig:

  • beim Tesla kann man eigentlich den Ladevorgang nicht steuern; wenn eingesteckt, lädt der. Doch erfreulicherweise gibt es Tüftler, dazu verfasse ich einen eigenen Beitrag. Positiv ist aber, dass Ihr beim Tesla im Fahrzeug, NICHT in der App, die Stromstärke steuern könnt. Also sage ich hier zB dass ich nicht mit 16Ampere, sondern nur mit 8A laden will. Diese Ladeleistung passt eventuell besser zu meinem Stromertrag der PVA und dem laufenden Verbrauch.
  • beim eSmart stelle ich seltsame Abfahrtszeiten in der App ein, so dass der nur nach 14:00 lädt.
  • Meine Frau musste schon 1990 die Waschmaschine dann starten, wenn heißes Wasser durch die Solarthermie im Überfluss vorhanden war – ergo stellt es kein Problem für sie dar am Nachmittag oder abends zu waschen. Alternativ leistet Ihr Euch einen Timer für die Steckdose(10€), oder noch schicker, eine steuerbare Steckdose wie die TP-Link(23€), doch dazu später mehr.
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eMobile

eMobiltät: Elektroautos zuhause laden

Kaum ist der Tesla oder Leaf gekauft, will man das neue Mobil auch zuhause laden – möglichst mit eigenem Strom, doch dazu an anderer Stelle mehr. Ich hatte Glück: für meinen 1. eSmart habe ich mir keinen Schnelllader geleistet und benötigte keinen Charger. Jetzt habe ich meinen 2. eSmart UND einen Tesla Model 3, und lade noch immer mit 16A, umgangssprachlich mit einer blauen Campingdose.

Unsere Fakten:

  • ich bin kein Vielfahrer mehr. Wenn ich weg muss, dann fahre ich eher zum nächsten ICE-Bahnhof ( und lade dort wieder auf), d.h. unsere 2 eMobile werden nicht viel bewegt; daher ist es kein Problem wenn der Tesla 12 Stunden auflädt
  • Wenn man einpolig an einer 16A-Dose lädt, kommen 16A * 230V / 1000 = 3,68 KW(Kilowatt) dabei heraus. Wenn man also typisch einen Tesla auf 50 KW lädt, dann dauert das ca. 13,5 Stunden. Unser eSmart mit 17,6 KW ist in 4 Stunden wieder voll geladen.

Mein Tipp: Versucht es erst einmal mit 16A, oder Ihr wisst schon vorher dass Euer Fahrverhalten nicht dazu passt, dann müsst Ihr einen Charger ( ab 800€ aufwärts ) ins Auge fassen.

Achtung: Wenn Ihr im 5. Stock wohnt, und weder Euer Vermieter noch die Miteigentümer sind willens Strom an den Tiefgaragenplatz oder die Hauswand zu liefern…. dann wird ein eMobil nicht klappen.

Ansonsten freue ich mich noch immer bei Kaufland meine Kiste umsonst voll laden zu können, wie lange das auch noch klappen wird.